„Im Prinzip bin ich durch Erkrankungen meiner eigenen Kinder zu dem Thema gekommen: Ich wollte keine Antibiotika oder Cortison geben und suchte alternative Methoden“ – vor rund 25 Jahren hat Elke Vossen aus Vorst begonnen, sich mit Homöopathie und heilpraktischen Ansätzen zu beschäftigen. Seit 2005 ist sie geprüfte Heilpraktikerin und feiert mit ihrer Praxis in Vorst ihr „15-Jähriges“. Über permanente Fortbildungen hat sie sich ein umfassendes Wissen angeeignet und konzentriert sich auf die Bereiche klassische Homöopathie, Blutegel-Therapie, TCM (Trad. Chinesische Medizin) sowie sanfte Wirbeltherapie nach Dorn (löst Verspannungen und Blockaden an der Wirbelsäule).

Red.: Frau Vossen, klassische Homöopathie – worum geht es dabei?
E.V.: Es ist ein komplexer Fachbereich, der eine gründliche Ausbildung erfordert. Grundsätzlich geht es darum, den ganzen Menschen zu behandeln, nicht nur seine Krankheit. Der Homöopath sieht die Krankheit als Störung, die den ganzen Menschen betrifft – den Körper und die Psyche. Deswegen wählt er einen Weg, der die Krankheit ganzheitlich behandelt. Jeder Patient wird individuell gesehen – es gibt keine Standard-Heilmittel. Ein Beispiel: Wenn zwei Patienten mit Asthma in die homöopathische Praxis kommen, erhalten sie nicht das gleiche Medikament für die gleiche Krankheit, sondern ein auf ihre individuelle Persönlichkeit und ihre Verfassung zugeschnittenes Mittel.

Red.: Welche Erkrankungen haben Ihre Patienten?
E.V.: Es kann vieles sein: Bei Kindern sind es oft Atemwegs-Erkrankungen wie Pseudo-Krupp oder Asthma. Kinder erhalten oft zu früh fiebersenkende Mittel oder Antibiotika und entwickeln dann Resistenzen. Es können aber auch Schulängste, Schwierigkeiten bei der Konzentration, oder Hyperaktivität sein – ein Ungleichgewicht im Gemüt, das in Balance gebracht werden muss. Bei Erwachsenen sind es grippale Infekte, aber auch Arthrose, Rheuma oder Rückenbeschwerden. Dazu kommen psychische Probleme wie Erschöpfung, Burn-out… Die Menschen, die kommen, sind schwer krank und oft austherapiert. Ich schaue immer im Einzelfall darauf, welche Therapie geeignet ist. Die Homöopathie scheint für viele Menschen einfach und harmlos. Sie sollte jedoch nur von erfahrenen Therapeuten angewendet werden, denn sie ist sehr kompliziert und mit minimalen Wirkstoffmengen äußerst wirkungsvoll. Deswegen lege ich Wert darauf, mich immer fortzubilden.

Red.: Sie setzen auch die Blutegel-Therapie ein. Was kann die?
E.V.: Die Blutegel-Therapie ist eine sehr alte Heilmethode und nach modernen Kriterien als Arzneimittel deklariert. Sie ist wirksam gegen jegliche Form von Entzündung und die damit verbundenen Schmerzen und wirkt zur Blutverdünnung. Zentraler Wirkstoff ist das Sekret, das die Blutegel beim Festsaugen abgeben. Es enthält etwa 70 Wirkstoffe. Ein Beispiel: Arthrose ist eine Ablagerung, die zu Reibung führt und eine Entzündung verursacht. Die Blutegel-Therapie kann diese Entzündung beheben. Auch bei Rheuma erreichen wir Phasen der Schmerzfreiheit, ohne den Magen über Schmerzmittel wie Ibuprofen zu belasten. Bei Abszessen wird das Wundsekret ausgesaugt und die Saliva (Speichel) bekämpft die Bakterien, die zur Entzündung führen. Wir können auch eine Gesichtsgürtelrose bekämpfen, ohne dass neuralgische Schmerzen entstehen…

Red.: Dritter Schwerpunkt ist die Traditionelle Chinesische Medizin?
E.V.: Ja, dafür habe ich eine dreijährige Zusatzausbildung gemacht. TCM ist eine vorbeugende Medizin. Sie basiert auf fünf Säulen; Akupunktur, Tuina (Schröpfen, Gua Sha), Qi Gong, Ernährungslehre und Kräutermedizin. Es geht um die gesunde Ernährung, verbunden mit gesunder Bewegung – etwa bei Bluthochdruck oder Herz-Rhythmus-Störungen. Aber auch hier ist eine genaue Diagnostik die Basis.

Heilpraktikerin Elke Vossen
Auf dem Rott 38
41564 Kaarst

elke.vossen@vossen-hp.de
www.vossen-hp.de


PR-ANZEIGE