Dieses Spiel hat seine Wurzeln im Rheinland und wird in Kaarst von einer Gruppe begeisterter „Würfler“ gespielt: Der Kaarster „Schocker Club“ um Initiator Jürgen Trempler feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Wie es Brauch ist, trifft sich die Gruppe in Kaarster Kneipen: „Wir waren 15 Jahre bei Anne in der Martinsklause und fünf Jahre bei Carla in der Gemütlichen Ecke“, erzählt der Fan des Würfelspiels.

Gespielt wird mit drei Würfeln, es gibt verschiedene Bezeichnungen für die gewürfelten Augen-Kombinationen. Ein „Schock“ besteht aus zwei Einsen und einer weiteren Zahl. Ein Schock schlägt alle anderen Würfelkombinationen.

Klingt kompliziert? – ist es aber nicht, sondern jede Menge Spaß, da sind sich die Spieler einig. Ihr Jahreshighlight ist das große Schocker Turnier.

INFO: Das Schocken ist ein besonders im Westfälischen und im Rheinischen verbreitetes Würfelspiel, das in Kneipen als Trinkspiel von mindestens zwei Spielern gespielt wird. Dabei ist es üblich, dass der Verlierer eines Spiels die nächste Runde Bier bezahlt.

In Hessen ist dieses Spiel auch unter dem Namen Jule, in Niedersachsen auch als Mörkeln oder Knobeln, in Schleswig-Holstein und Hamburg als Maxen und in der Städteregion Aachen als Meiern (nicht zu verwechseln mit Mäxchen) bekannt.