Die Judoabteilung des Büttgener Traditionsvereins VfR Büttgen 1912 e.V. hatte sich für diesen Juni etwas ganz Besonderes einfallen lassen: am Mittwoch, dem 19. Juni 2019 startete nachmittags die 1. Büttgener Judonacht.

In einer Marathon-Aktion wurde bis zum Nachmittag des darauf folgenden Feiertags durchgehend Action auf der Judomatte in der Turnhalle der Budica Grundschule geboten. Dem Aufruf folgten immerhin knapp 60 Vereinsmitglieder, denen ein abwechslungsreiches Programm, bestehend aus Technik-, Konditionstraining und Kampfeinheiten vom Trainer- und Abteilungsleitungsteam, das sich aus Marion Pfaff, Claus Clüsserath, Werner Adler und Herbert Thora zusammensetzt, geboten wurde.

Doch nicht nur für Mitglieder des VfR war diese Veranstaltung gedacht, denn von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr stand am Mittwochabend die Halle für alle interessierten Besucher  offen. Neben zahlreichen Demonstrationen wurden bei sommerlichen Temperaturen auch die Geschichte und die Prinzipien des Judosports nebst der Judowerte, Einblicke in die Kampfregeln und Auszüge in Judo als Selbstverteidigung dem interessierten Publikum näher gebracht.

Auch die Mitmachaktionen kamen sehr gut an, sodass trotz der großen Hitze fast 20 Jugendliche und Erwachsene die Leihjudogi überstreiften und neben der Fallschule auch zwei Würfe und zwei Haltegriffe erlernen konnten. Den ganzen Abendblock über gab es für alle ein von den Eltern gestiftetes Buffet mit köstlichen Speisen und Getränke. Nach Ende des öffentlichen Teils wurde es wieder etwas ruhiger in der Halle und ein Vorbereitungstraining für die nächste Gürtelprüfung bildete den nächsten Programmpunkt.

Die Nacht wurde von 1:00 Uhr bis 7:00 Uhr in vier gleich großen Trainingsgruppen mit Schwerpunkt Bodenarbeit zu je 90 Minuten bestritten, damit die vornehmlich Kinder und Jugendlichen doch etwas zur Ruhe kommen können sollten. Dies erwies sich jedoch in einer Halle, die immer erleuchtet war und den das Training begleitenden Geräuschen als nicht ganz einfach und so kam der Schlaf bei vielen zu kurz oder viel sogar ganz aus.

Ab 8:00 Uhr stand dann ein Frühstück für alle Teilnehmer zur Verfügung, das in Gruppen eingenommen wurde. Den nächsten Programmpunkt bildete eine Judo-Safari für alle Teilnehmer bis 14 Jahren. Neben einem Parcours mit Laufen, Slalom und Überwinden von Hindernissen auf unterschiedlichen Weisen standen noch Mattenstandweitsprung und Sockenzielwerfen auf dem Programm. Als ebenfalls zu einer Judo-Safari gehörenden Kreativaufgabe wurde von den Teilnehmern ein Memory-Spiel mit Judomotiven gemalt, bevor es dann zum die Safari abschließenden japanischen Turnier mit Trostrunde ging.

Gegen Ende des Turniers und nach über 20 Stunden auf der Matte ließ es sich die Kaarster Bürgermeisterin, Frau Dr. Ulrike Nienhaus, nicht nehmen und kam persönlich in die Halle, um den aktiven Judoka noch einmal für den Endspurt motivierend zuzureden. Zur gleichen Zeit wurden bereits die Grills vor der Halle angeschmissen und somit standen für die Teilnehmer und ihre Familien ein leckeres Mittagessen aus Würstchen mit Brötchen und Salat zur Verfügung.

Während in der Halle die letzten leichten Trainingseinheiten liefen, wurde von vielen fleißigen Händen bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. So konnten wir nach ziemlich genau 24,5 Stunden überglücklich die Halle abschließen. Wir bedanken uns vielmals für die Spenden für das Abendbuffet, für die zusätzlichen Spenden in unserem Sparschwein und die viele aktive Hilfe bei der Durchführung unserer Veranstaltung, ohne die ein so reibungsloser Ablauf nicht möglich gewesen wäre. Danke auch an die zuständigen Ämter und Stellen, die uns nach Vorlage des Konzeptes die Hallennutzung – auch in den Nachtstunden – ermöglichten und durch Installation einer temporären Notbeleuchtung und anderer Maßnahmen den Weg für dieses unvergessliche gemeinsame Sporterlebnis ebneten. Und vielen Dank natürlich auch an die tapferen Judoka, die diesen Marathon auf der Matte durch ihre Teilnahme und sportlichen Leistungen überhaupt erst ermöglichten.