Für das Kulturteam der Stadt Kaarst bestand die erste Jahreshälfte aus vielen Unwägbarkeiten. Aller Voraussicht nach wird eines sicher sein: Im August wird die Sanierung des Albert-Einstein-Forums beendet sein und das Forum wird wieder für Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Die Redaktion von wat is los? hat mit Dieter Güsgen, dem Verantwortlichen für den Bereich Kultur, gesprochen, wie es im Herbst sein wird.

Red.: Herr Güsgen, Corona­-Bekämpfung und Kulturveranstaltungen – das passt nicht wirklich gut zusammen. Wie schätzen Sie die Situa­tion im Bereich Kultur für die nächsten Wochen ein?
DG: Corona beeinflusst seit März massiv unser Leben. Die Kultur­ und Eventbranche liegt quasi am Boden. Bis auf wenige Ausnahmen – wie z.B. im Mai unser Drive-­In-­Comedy­Projekt­ finden keine größeren Veranstaltungen mehr statt. Die CoronaSchVO läßt dies einfach nicht zu. Darunter leiden alle Veranstalter, alle Agenturen, die Künstler, aber auch die vielen Konsumenten. Alleine bei unserer 3k*­Kleinkunstreihe im GBG sind seit dem 7. März nahezu 20 Veranstaltungen ausgefallen. Alle Großveranstaltungen, wie Kaarst total und die Schützenfeste fallen aus, aber auch kleinere Veranstaltungen finden nicht statt. Corona, eine Zeit ohne Kultur – grauenhaft.

Red.: Wie arbeiten Sie in Ihrem Team in punkto Planung für den Herbst?
DG: Wir haben schon alle Varianten durchgeplant, wie wir wieder Veranstaltungen unter Corona-­Bedingungen starten können. Aber wir können es drehen und wenden: es macht derzeit keinen Sinn, gute und finanziell tragbare Veranstaltungen durchzuführen. Daher warten wir zunächst ab, welche Lockerungen in den nächsten Wochen auf uns zukommen. Dann werden wir flexibel entscheiden, wie wir damit umgehen können. Wir stehen quasi Gewehr bei Fuß.

Red.: Kommen wir zum Thema Umbau Albert­-Einstein-­Forum. Wie sieht es dabei aus?
DG: Die Sanierung des AEF steht jetzt kurz vor dem Abschluss. Im August erfolgen noch die notwendigen Abnahmen durch TÜV und Baubehörden. Ab September könnten wir eigentlich wieder mit dem Kulturprogramm starten in unserem kernsanierten Wohnzimmer.

Red.: Was sind die größten Ver­besserungen, die sich für die Zuschauer und die auftreten­ den Künstler ergeben?
DG: Die Klimaanlage, die kom­plette Technik, die Möblierung, die Decke, das Licht und viele neuen Dinge lassen das AEF jetzt erstrahlen. Wir haben neue Theken und eine komplett neue Bestuhlung mit Sitzpolster bestellt, sodass der Aufenthalt im Forum noch bequemer und kurzweiliger ausfällt, als bisher immer schon.

Red.: Worauf freuen Sie sich am meisten im „neuen Forum“?
DG: Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn alle Dinge, die wir ge­ plant, umgebaut und verbessert haben, dann am Ende auch funktionieren. Noch mehr würde ich mich darüber freuen, wenn die Fans wieder in der Anzahl ins AEF strömen, wie vor der Sanierung und vor Corona.

Red: Wir danken Ihnen und wünschen Ihnen spannende Veranstaltungen.