Dass Esel gar nicht blöd sind, erkennen die Besucher schon beim Betreten des Eselparks Zons: Die Tiere erkennen ihre Bezugspersonen sofort an der Stimme und wissen, wer es gut mit ihnen meint und wer nicht. Leider haben die meisten der 22 Esel, die im Eselpark leben, schlechte Erfahrungen gemacht. So Charly, den Peter Norff 2006 vor dem Schlachter gerettet hat – der Beginn der tierischen Geschichte in Zons. Seither hat er unzählige Tiere vor dem Schlachter gerettet. Sie genießen ihr Dasein auf dem rund 12.000 qm großen Grundstück mit Ziegen, Hühnern, Schafen und sogar Hängebauchschweinen.

Alle haben ihr eigenes Schicksal und Peter Norff kennt sie alle. Insbesondere der kleine Esel Hope, der charmant die Herzen erobert, hat es ihm angetan. „Ihn habe ich schwer krank aus dem Schlachthof geholt und mit Hilfe von Spendengeldern, die mir nette Menschen gegeben haben, gesund gepflegt“, erzählt der Tierparkleiter.

Die Tiere haben neue Aufgaben: Einige werden bei Kindergärten oder Altenheimen quasi als Therapietiere eingesetzt, haben sie doch einen hohen „Niedlichkeitsfaktor“ und wecken bei älteren Menschen zurückliegende Erinnerungen. Um dieses Angebot auszubauen, wurde jetzt eine „Randoline“ angeschafft – finanziert über ein Crowdfunding mit der VR Bank. Darin werden Körperbehinderte von einem Esel gezogen und nehmen an Ausflügen mit den Tieren teil.

Auch für Beweidungskonzepte werden die Tiere als „genügsame Rasenmäher“ eingesetzt. Es gibt für viele Vierbeiner sinnvolle „Arbeiten“.

Gestemmt werden die Aufgaben von freiwilligen Helfern, die in einem Förderverein Spenden sammeln um „gestrandeten“ Tieren ein würdevolles Altern auf dem Gnadenhof zu ermöglichen.

www.eselpark-zons.de