CDU und Grüne Kaarst beauftragen in einem gemeinsamen Antrag für den Verkehrsausschuss (MUKL) Anfang Juni die Verwaltung, auf vielen zusätzlichen Strecken eine Tempobegrenzung auf die Maximalgeschwindigkeit von 30 km/h umzusetzen. Im einzelnen geht es um die Girmes-Kreuz-Straße, Lange Hecke, Königsberger Straße, Driescher Straße (Verbinden der beiden Tempo 30-Bereiche am Seniorenheim und S-Bahnhof zu einem gemeinsamen größeren Abschnitt vom S-Bahnhof bis zur Kreuzung Olympiastraße in beiden Fahrtrichtungen), Novesiastraße (Ausweitung des bestehenden Tempo 30-Bereichs bis zur Kreuzung Gutenbergstraße, Antoniusstraße (von Einmündung Alt Vorst bis Kreuzung Wattmannstraße), Wattmannstr./Schiefbahner Straße (vom Ortseingang von Driesch aus kommend bis zur Straße „Am Vorster Bruch“), Kleinenbroicher Str./Rottes (die Kleinenbroicher Str. vom Ortseingang Vorst aus Kleinenbroich kommend über den Rottes bis zum Ortsausgang nach Driesch), Maubisstraße (Tempo 20 vom Kreisverkehr Innenstadt bis Hausnummer 38).

Rainer Milde, verkehrspolitscher Sprecher der CDU erklärt: „Wir setzen uns für sicheren Verkehr für alle Verkehrsteilnehmenden ein und sehen in den oben aufgezählten Bereichen dringenden Handlungsbedarf. Durch schon kurzfristige Einführung weiterer Tempo 30-Bereiche werden gefährliche Konfliktstellen durch Tempoangleichung der verschiedenen Fortbewegungsformen deutlich verringert.“ Im Verlauf sollen laut schwarz-grüner Koalition auch hier im Rahmen des Mobilitätskonzepts noch ergänzende Optimierungen durch zusätzliche evtl. auch bauliche Maßnahmen vorgenommen werden.

Heiner Hannen (Grüne) begründet weiter: „Tempo 30 führt zu einer Zunahme der Verkehrssicherheit durch signifikant weniger schwere oder tödliche Unfälle, zu einer Abnahme der Lärmbelastung um 50% im Vergleich zu Tempo 50, zu weniger CO2-Emissionen und weniger Feinstaubbildung durch Reifenabrieb. Daher sollten wir auf kommunaler Ebene, wo es uns die Landesgesetze ermöglichen, dieses Mittel einsetzen und damit wichtige Schritte in unsere Zukunft zu einer klima- und menschenfreundlichen Stadt tun.“

Seit der Antragstellung hat auch die WHO Tempo 30 im Städten und Dörfern gefordert, um die Zahl der weltweit jährlich 1,3 Mio Verkehrstoten zu reduzieren und die Luftqualität innerhalb der Ortschaften zu verbessern. Spanien hat vor einigen Wochen bereits vorgelegt und dies landesweit beschlossen.