Eine 91-jährige Frau aus Neuss ist an den Folgen einer Erkrankung mit dem Coronavirus verstorben. Damit steigt die Zahl der Todesopfer kreisweit auf 364. Im Rhein-Kreis Neuss ist aktuell bei 1 037 Personen (Vortag: 996) eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen. Hiervon befinden sich 17 (Vortag: 16) in einem Krankenhaus. Kreisweit 20 221 Personen (Vortag: 20 210) sind wieder von der Infektion genesen.

Insgesamt 160 225 Personen (Vortag: 150 854) haben im Impfzentrum und durch den mobilen Impfdienst des Rhein-Kreises Neuss bislang eine Impfung und 148 241 (Vortag: 147 545) bereits die Zweitimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Durch eine Umstellung der Statistik bei der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein werden Impfungen mit dem Impfstoff der Firma Johnson & Johnson nicht mehr nur als Zweitimpfung sondern zusätzlich als Erstimpfung gezählt. Diese Umstellung wurde rückwirkend umgesetzt. Daher hat sich die Zahl der Erstimpfung im Vergleich zum Vortag deutlich erhöht.

Der 7-Tage-Inzidenz-Wert des Robert Koch Instituts (RKI) liegt für den Rhein-Kreis Neuss bei 65,0 (Vortag: 58,2). Unter den im Kreisgebiet aktuell mit dem Coronavirus infizierten Personen ist bei einem Fall (Vortag: 0) die Alpha-Variante und in 374 Fällen (Vortag: 316) die Delta-Variante nachgewiesen. Hierbei gibt es aktuell keinen Hot-Spot. Der Rhein-Kreis Neuss untersucht seit Ende Januar alle in den Testzentren Neuss und Grevenbroich sowie durch die mobilen Testteams entnommenen positiven Corona-Tests auf ihre Sequenzierung.

Seit Pandemie-Beginn wurden im Rhein-Kreis Neuss 21 621 (Vortag: 21 568) Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Von den aktuell 1 037 Infizierten gehören 384 (Vortag: 374) der Gruppe der unter 20-Jährigen an. Zurzeit sind 654 Personen (Vortag: 649) als begründete Verdachtsfälle auf Empfehlung des Kreis-Gesundheitsamtes durch die jeweilige Stadt in Quarantäne gesetzt.

Die derzeit mit dem Coronavirus infizierten Personen verteilen sich wie folgt auf die Städte und die Gemeinde im Kreis:

  • Neuss: 508 (Vortag: 486)
  • Grevenbroich: 134 (Vortag: 131)
  • Dormagen: 136 (Vortag: 132)
  • Meerbusch: 95 (Vortag: 90)
  • Kaarst: 89 (Vortag: 88)
  • Korschenbroich: 24 (Vortag: 24)
  • Jüchen: 42 (Vortag: 36)
  • Rommerskirchen: 9 (Vortag: 9)

„Impfungen sind der Schlüssel zum Erfolg bei der Bewältigung der Pandemie“, appelliert Landrat Hans-Jürgen Petrauschke an alle noch Ungeimpften, sich unbedingt impfen zu lassen und so sich selbst und andere zu schützen. „Mit jeder Impfung schützen wir auch Kinder und Vorerkrankte, für die es noch keinen Impfstoff gibt“, so Petrauschke, der dazu aufruft, schnellstmöglich einen Impftermin beim Haus- oder Betriebsarzt oder im Impfzentrum zu vereinbaren. Im Impfzentrum sowie bei den zahlreichen mobilen Impfangeboten ist es auch möglich, sich zu den Öffnungszeiten ohne vorherigen Termin impfen zu lassen. Zudem bittet der Landrat, noch nicht geimpfte Verwandte, Freunde und Kollegen von einer Impfung zu überzeugen.

Es sei wichtig, so Petrauschke, verantwortungsvoll mit den wiedergewonnenen Freiheiten umzugehen. „Halten Sie daher auch weiter Abstand, tragen Sie eine Maske und nutzen Sie regelmäßig das Angebot der kostenfreien Bürgertestungen – auch dann, wenn ein negativer Test nicht vorgeschrieben ist oder Sie geimpft sind“, weist er darauf hin, dass Schnelltests weiter ein wichtiger Baustein der Pandemiebekämpfung sind und dabei helfen, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und zu unterbrechen. „Auch wenn man selbst keine Symptome hat, kann man andere anstecken, die dann möglicherweise einen schweren Verlauf haben“, rät Petrauschke weiter zur Vorsicht.

Für wichtige Fragen hat das Kreis-Gesundheitsamt unter der Telefonnummer 02181/601-7777 eine Hotline eingerichtet. Diese ist montags bis freitags von 8 – 18 Uhr und am Wochenende von 10 – 14 Uhr erreichbar. Aktuelle Informationen und weitere Statistiken finden sich auf der Kreis-Homepage unter www.rhein-kreis-neuss.de/corona.