Bis heute ist er aus dem Kaarster Kulturleben nicht wegzudenken: Klaus Stevens ist einer der Köpfe, wenn es um Kulturveranstaltungen in Kaarst geht.

Der 1951 in Essen geborene Klaus Stevens machte sein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg, absolvierte eine Ausbildung zum Buchbinder und studierte in Dortmund und Düsseldorf Fotografie und Grafikdesign. Außerdem lernte er den Beruf des Restaurators und arbeitete als Fotograf für eine große Tageszeitung.

KAARSTER KULTURPROJEKTE

1986 begann Klaus Stevens eine Tätigkeit in der Kaarster Stadtverwaltung, im Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im Jahr 2007 wechselte er dann auf eigenen Wunsch hin in das Kulturamt. Hier gehörte es zu seinen Aufgaben, die bildenden Künstler in Kaarst zu betreuen. Außerdem war er am Aufbau des „Kino Kaarst“ im Albert-Einstein-Forum beteiligt und kümmerte sich u.a. um die Anschaffung der notwendigen Technik. Ein weiteres Aufgabenfeld ist das „Kaarster Steelen-Projekt“ mit der Aufstellung von Kunstwerken strahlenförmig aus der Stadtmitte heraus in die Ortsteile. 2017 ging er in den Ruhestand – was aber nur bedeutet, dass er andere kulturelle Aufgaben übernahm: Er ist weiter für das Kino Kaarst zuständig und arbeitet im Vorstand des Museumsfördervereins Tuppenhof.

TUPPI-TV

In Corona-Zeiten entstand unter Klaus Stevens Führung ein neues Projekt auf dem Tuppenhof: das Tuppi-TV. „Wir haben uns gefragt: Wie können wir den Tuppenhof noch präsenter machen?“, sagt Klaus Stevens. Die Idee: Die Hofanlage mit all ihren Räumen soll in kurzen Filmen erklärt, historische Zusammenhänge sollen erläutert, Ankündigungen und aktuelle Berichte von Veranstaltungen gezeigt und das „besondere Tuppenhof-Gefühl“ vermittelt werden. Im ersten Film erklärt Tuppenhof-Geschäftsführer Jürgen Rau die „Upkammer“, die damals als Kontrollzentrum der Anlage diente. Mindestens fünf weitere Beiträge sind geplant, in denen weitere Museumsführer andere Räume des Tuppenhofs erklären. Die Videos sind alle rund fünf Minuten lang. Gleichzeitig werden in den Filmen bewusst Details ausgelassen. „Die Filme sollen neugierig machen“, sagt Stevens.