Wer jemals die Schlachtfelder des 1. Weltkriegs an der Somme und der Maas gesehen hat, bekommt eine Ahnung vom zerstörerischen Ausmaß des „Grande Guerre“. Die Erinnerung an den „Großen Krieg“ ist tief in der französischen Identität verwurzelt, die Aussöhnung zwischen Frankreich und Deutschland lässt sich deshalb auch am gemeinsamen Gedenken anlässlich des Kriegsendes vor 100 Jahren festmachen.

Für die Kaarster Delegation angeführt von Bürgermeisterin Dr. Ulrike Nienhaus und ihrem Amtsvorgänger Franz-Josef Moormann war es deshalb selbstverständlich und eine große Ehre, am Wochenende der Einladung der Partnerstadt La Madeleine zur Gedenkfeier zu folgen. „Die Einladung war eine Geste der Freundschaft und des Friedens. Wir haben mit unseren französischen Freunden den Toten gedacht und zum Frieden gemahnt“, sagte Bürgermeisterin Dr. Nienhaus nach ihrer Rückkehr aus Nordfrankreich.

Samstag und Sonntag hat die Kaarster Delegation an mehreren Orten dem Kriegsende gedacht. In ihrer Anspache betonte Bürgermeisterin Dr. Nienhaus, dass die Schuld der Deutschen ebenso unvergessen bleibe wie die Bereitschaft der Franzosen zur Versöhnung. Gemeinsam mit Franz-Josef Moormann legte die Kaarster Bürgermeisterin einen Kranz am Ehrenmal in La Madeleine nieder.

Im kommenden Jahr wird die Städtepartnerschaft Kaarst – La Madeleine seit 30 Jahre alt. Entsprechend tief sind auch die Verbindungen. Seit Jahren pflegt der Partnerschaftsverein Kaarst-La Madeleine diese Städtefreundschaft, selbstverständlich waren zahlreiche Mitglieder des Vereins ebenfalls zu den Feierlichkeiten angereist. Auch die SPD-Fraktionsvorsitzende Anneli Palmen sowie Schüler des Albert- Einstein-Gymnasium zählten zu der Kaarster Delegation. Die Schüler wurden von Schulleiter Bruno von Berg und Lehrerin Caroline Reuter begleitet.