Freitag, 12 Uhr: Das ist seit Jahrzehnten in Kaarst der feste Termin für den Probealarm der städtischen Sirenen. Das langgezogene Heulen ist fast überall zu hören. Morgen tönen die Sirenen sowohl in Kaarst, als auch in Büttgen zum letzten Mal.

Hintergrund ist die Modernisierung der Sirenen auf Kaarster Stadtgebiet, die bis zum Jahresende abgeschlossen sein wird. Die alten Sirenen erzeugen den Warnton durch das Drehen einer Trommel. Diese Trommeln mussten regelmäßig bewegt werden, damit sie verlässlich arbeiten. In Büttgen und Kaarst hat man sich deshalb in den 60er-Jahren für eine wöchentliche Probealarmierung entschieden.

Die neuen Sirenen erzeugen den jeweiligen Ton jedoch mit einem Lautsprecher und einem elektronischen Verstärker – der wöchentliche Test wird technisch überflüssig. Zudem werden die neuen Sirenen ab der kommenden Woche entsprechend des beschlossenen Sirenenkonzepts überwiegend auf Schulgebäuden installiert. Um den Unterricht so wenig wie möglich zu stören, wird auf regelmäßige Alarmierungen künftig verzichtet.

Die neuen Sirenen werden quartalsweise mit angekündigten Probealarmen und ihm Rahmen des landesweiten Warntages getestet. Darüber hinaus geben die Sirenen über ein Netzwerk aktuelle Rückmeldungen über den Funktionsstatus. Dieser Status wird in der Feuerwehreinsatzzentrale angezeigt, so dass Störungen direkt erkannt werden.