Die bisherige Arbeit in der Flüchtlingshilfe war erfolgreich, jetzt ändern sich aber die Strukturen und deswegen wurde ein neuer Name geschaffen: Aus der „Flüchtlingshilfe Kaarst“ ist das Netzwerk „Kaarster helfen“ geworden. Das Netzwerk wurde Anfang Juli offiziell vor- gestellt.

Die 1. Vorsitzende ist Ursula Baum. Sie erklärt: „Viele geflüchtete Menschen sind inzwischen zu Kaarstern geworden und helfen selbst aktiv anderen Kaarstern und kein integrierter Mensch will immer nur ‚der Flüchtling‘ bleiben“.

Das Netzwerk will zum Beispiel erfolgreiche Kooperationen mit Firmen, Vereinen und sozialen Einrichtungen, dem Jobcenter Neuss und weiteren Unterstützern aus dem Rhein-Kreis Neuss erweitern. „So können wir noch mehr erreichen und mehr Hilfe zur Selbsthilfe anbieten – und das konfessionsübergreifend“, so der 2. Vorsitzende Wolfgang Mielke. Im Laufe der letzten Jahre wurde auf vielfache Weise geholfen: mit Sachspenden, mit der bekannten Weihnachts-Schuhkarton-Aktion, mit Sprachunterricht, mit Hilfe bei Wohnungssuche und Behördengängen, mit sozialer Integration durch Sportaktionen sowie glücklich endenden Familienzusammenführungen. „Darauf wollen wir aufbauen und Mitbürgern aller Altersstufen mit unserem Netzwerk helfen, ihren Weg durchs Leben erfolgreich zu meistern“, ergänzt Leo Erdtmann, Geschäftsführer des Vereins.

„Wir wollen und werden keinem Verein Konkurrenz machen und wer Hilfe braucht, muss immer vorrangig die staatlichen Hilfen in Anspruch nehmen“, so Uschi Baum zum Thema: „Wer bekommt Hilfe?“. In der Regel wird der Verein dort helfen, wo man ihn darauf aufmerksam macht, dass Hilfe benötigt wird. Mit dem Kaarster Sozialamt und dem Jobcenter sind die Verantwortlichen in Kontakt. Einige Sportvereine, die Feuerwehr Kaarst und das DRK haben schon signalisiert Partner für Projekte zu sein.

„Kaarster helfen“ blickt gemeinsam mit seinen bestehenden Mit- gliedern und den Kooperationspartnern optimistisch in die Zukunft. „Kaarster helfen“ hofft auf viele, neue Ehrenamtliche, die ihre Zeit sinnvoll für ihre Heimatstadt einsetzen wollen. Einzelpersonen, Unternehmen, Einrichtungen und Sponsoren sowie Ideen sind herzlich willkommen.