Ein Antrag der Grünen, Gespräche mit Eigentümern zu führen, die heute (noch) über Wohnungen mit einer öffentlichen Bindung – sog. Sozialwohnungen – verfügen, mit dem Ziel, die Belegungsbindung zu verlängern, ist vom Hauptausschuss einstimmig angenommen worden.

Nina Lennhof, Bürgermeisterkandidatin der Grünen erklärt dazu: „Es ist uns Grünen ein besonderes Anliegen, dafür zu sorgen, dass es in Kaarst ein Wohnungsangebot für jeden Geldbeutel gibt. Um das langfristig zu gewährleisten müssen die Wohnungen, die heute schon preisgebunden sind, möglichst langfristig bezahlbar bleiben. Die Verlängerung von Belegungsrechten kann dabei ein Baustein sein.“

Im Handlungskonzept Wohnen ist die Zahl von 428 Sozialwohnungen festgeschrieben worden. Diese haben die Grünen als viel zu niedrig kritisiert. Die Zahl wird nun kurzfristig durch die Fertigstellung von Neubauprojekten erreicht. Allerdings werden mittelfristig in den nächsten Jahren Wohnungen aus der Bindung fallen, d.h. nicht mehr als Sozialwohnungen zur Verfügung stehen und die Mietpreise werden sich den Marktpreisen annähern, insbesondere beim Mieterwechsel. Damit diese Entwicklung in ein paar Jahren den Kaarster Wohnungsmarkt nicht unvorbereitet trifft, sollte die Verwaltung frühzeitig Gespräche mit den entsprechenden Eigentümern führen, um für eine Verlängerung der Bindung werben.