Dass das „Wir-Gefühl“ in Zeiten der Krise gewachsen ist, hat sich in vielen Lebensbereichen gezeigt.

Solidarität wurde vielerorts großgeschrieben und es wurden zahlreiche Aktionen gestartet, um auch die Schwächeren zu schützen und zu stützen. Auch die IG Büttgen, der Zusammenschluss der Händler, Handwerker und Dienstleister in Büttgen, hat sehr kurzfristig auf die ersten Einschränkungen in der Krise reagiert. Rolf Toepel hat schnell einen Flyer entworfen, der die Kunden über Lieferservices und Online-Möglichkeiten der Händler in Büttgen unterrichtet. Er wurde dann auch in Eigenregie unter Koordination von Maby Schut (Kosmetik Edler) an den ersten Wochenenden verteilt. Es wurden Schaufensteraktionen organisiert, in denen z.B. bei Optik Gerstmann die Angebote von Stella Fashion ausgestellt wurden. Ob Werners Shop oder Haus der Geschenke Busch, alle zogen an einem Strang, um die Geschäfte in Büttgen in irgendeiner Form am Laufen zu halten, obwohl z.B. auch der Ostermarkt abgesagt werden musste. Ralf Schwemin von Radland Kirchhartz hatte eigentlich zu diesem Anlass mit den Handwerkern besondere Aktionen zum 40-jährigen Geschäftsjubiläum geplant – Aktionen, die sich leider nicht verschieben lassen.

Kaarst autal, das leider auch abgesagt werden musste, wurde kurzer- hand für den virtuellen Marktplatz umgestaltet. Aber auch im Vorfeld von Corona hat die Interessengemeinschaft gemeinsam aktiv daran gearbeitet, Büttgen als Wohlfühl-Ort zu stärken. So wurden neue Gremien zur Organisation der einzelnen Veranstaltungen gebildet, das Jan-van-Werth-Fest wird sich in den nächsten Jahren anstelle des bisherigen Drehorgelfests etablieren und damit die Veranstaltungslandschaft modernisieren. Büttgen kulinarisch geht mit ei- nem neuen „Abfall-Frei-Konzept“ an den Start – leider erst wieder in 2021. Als starke Gemeinschaft vor Ort hat sich die IG Büttgen in der Krise bewährt und wird auch in Zukunft für Qualität vor Ort Zeichen setzen!