Die Kaarster Klimainitiative „Kaarster for Future“ hat sich mit Vorschlägen zum städtebaulichen Wettbewerb „Innenstadt Kaarst“ zu Wort gemeldet. In der Stellungnahme, die am kommenden Mittwoch in die Planungsworkshops eingebracht wird, fordert die Initiative, alle Planungen an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit auszurichten. „Was heute geplant wird, wird für die nächste Jahrzehnte prägend sein. Deshalb muss das Ziel der Klimaneutralität, das in Europa in drei Jahrzehnten gelten soll, bereits heute Grundlage aller Planungen sein,“ erwartet der Sprecher von Kaarster for Future, Werner Kindsmüller.

Die Stellungnahme führt zehn konkrete Vorschläge auf, die in den Wettbewerb eingebracht werden. So wird der Umstieg auf eine klimaneutrale Energieversorgung in der Stadtmitte vorgeschlagen. Bei Neubauten sollten nur noch C02-neutrale Gebäude errichtet werden. Die bestehenden Gebäude müssten nach und nach energetisch saniert und die Dächer begrünt oder mit Photovoltaikanlagen versehen werden.

Die Innenstadt soll nach den Vorstellungen der Initiative auch „grüner“ werden, um einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Für öffentliche Veranstaltungen sollen zudem Einwegverpackungen künftig verboten werden.

„Heute ist die Kaarster Innenstadt zu sehr durch den Autoverkehr geprägt. Dadurch leidet die Aufenthaltsqualität der Menschen,“ beklagt Werner Kindsmüller. Die Initiative fordert deshalb die Sperrung der Alten Heerstraße zwischen Am Dreieck und Kreisverkehr für den Durchgangsverkehr und die Verlagerung von Parkplätzen an den Rand der Innenstadt. „Andere Städte haben damit gute Erfahrungen gemacht und die Attraktivität des Zentrums erheblich steigern können,“ meint Kindsmüller. Zugleich müsse die Erreichbarkeit der Innenstadt durch Verbesserung der ÖPNV-Versorgung und durch mehr Parkplätze für Radfahrer erhöht werden.