Strommast Doppelkonverter

Aus Sicht von „Kaarster for Future“ bietet die zwischen CDU und Bündnis 90/Die Grünen vorgelegte Vereinbarung für die Wahlperiode 2020 bis 2025 eine Reihe von Verbesserungen für den Klimaschutz, bleibt aber insgesamt hinter den Notwendigkeiten zurück. „Aus Klimasicht sehen wir Licht und Schatten in diesem Vertrag,“ erklärt Werner Kindsmüller. Es sei positiv, dass die katastrophale Lage der Radwege zumindest an einigen Stellen behoben werden soll, auch wenn wir uns ein umfassendes Radwegekonzept erwartet hätten. Der Ausbau der Elektromobilität und des ÖPNV- Angebots seien ebenfalls positiv zu bewertende Maßnahmen. Gleiches gelte für das Ziel den kommunalen Gebäudebestand bis 2030 klimaneutral umzubauen.

Die vereinbarten Maßnahmen gingen allerdings nicht über das bisherige, unzureichende Klimaschutzkonzept der Stadt hinaus. „Mit diesen Maßnahmen wird das Ziel einer Reduktion der C02- Belastung um 55% bis 2030 nicht erreichbar sein und die Klimaneutralität von Kaarst bis 2050 ebenso wenig!“, kritisiert die Initiative.

„Kaarster for Future“ führt dies vor allem darauf zurück, dass der Hauptverursacher der Klimaschädigung, der Autoverkehr von CDU und Bündnis 90 / Die Grünen geschont würde. Der Autoverkehr sei für 42% der Schadstoffemissionen in Kaarst verantwortlich. Es würde kaum etwas unternommen, um den Autoverkehr zurückzudrängen. So habe man verabredet, dass die Zahl der Parkplätze in der Stadtmitte nicht reduziert werden dürfen und diese auch weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden sollen. „Der künftigen Ratsmehrheit fehle der Wille zu einer wirklichen Mobilitätswende“, so Kindsmüller.

Zudem bemängelt die Klimainitiative, dass nicht erkennbar sei, wie die privaten Haushalte, die für 38% der Emissionen in Kaarst zuständig sind, veranlasst und unterstützt werden sollen, Energie zu sparen. Ohne den zügigen Austausch ineffizienter Heizungen und die Sanierung des Wohnungsbestands seien die Klimaziele in den nächsten zehn Jahren nicht erreichbar.