Die Initiatoren des Kaarster Radentscheids kritisieren, dass sie von den weiteren Beratungen des Fahrradkonzepts der Stadt ausgeschlossen sind. Das vom Ingenieurbüro Runge entwickelte Konzept für den Ausbau des Radverkehrs wurde bisher vom AK Mobilität begleitet. Diesem gehörte auch ein Vertreter von „Kaarster for Future“ an, den Organisatoren des Radentscheids. Demnächst sollen die Beratungen des im Oktober vorgelegten Entwurfs des Fahrradkonzepts in einem „AK Mobilitätskonzept light“ stattfinden, zu dem die Verwaltung für den 12. Januar eingeladen hat. Wie es in der Einladung heißt, sollen die Einzelmaßnahmen zum Radverkehr diskutiert werden, bevor diese dann Mitte Februar im MUKL und im Stadtrat final beschlossen werden sollen. Dem AK gehören künftig allerdings nur noch Vertreter der Fraktionen, der Feuerwehr und der Straßenverkehrsbehörde sowie der Fahrradbeauftragte an.

„Mehr als 2.600 Kaarsterinnen und Kaarster haben sich hinter die Forderungen des Radentscheids gestellt. Ihre Vertreter aus den weiteren Beratungen des künftigen Fahrradkonzepts auszuschließen, ist ein Affront. Stattdessen werden Bedenkenträger aus der Verwaltung eingeladen, deren erkennbares Interesse darin besteht, das vom Ingenieursbüro Runge vorgelegte Konzept zu torpedieren,“ heißt es in einer Erklärung der Initiative. Kaarster for Future hat in einer früheren Stellungnahme die Vorschläge des Ingenieurbüros begrüßt. Der Beschluss des Mobilitätsausschusses, im Vorfeld der Entscheidungen in einem Arbeitskreis Vorberatungen vorzunehmen, sei von der zuständigen Beigeordneten interessengeleitet interpretiert worden, um, wie in der Vergangenheit, eine fahrradfreundliche Mobilitätspolitik in Kaarst zu verhindern.