Der Mobilitätsausschuss hat es in seiner Sitzung am 9. Februar abgelehnt ein Konzept für ein Radwege-Netz zu entwickeln und auf dieser Grundlage einen Ausbauplan für die nächsten fünf Jahre zu erstellen, wie dies von der SPD gefordert worden ist. Stattdessen wurde ein entsprechender Antrag vertagt und soll im Rahmen eines „Multimodalen Mobilitätskonzepts“ behandelt werden, so „Kaarster for Future“ in einer Pressemitteilung.

Die Klimainitiative „Kaarster for Future“ kritisiert diese Entscheidung. „Einmal mehr erweist sich die Mehrheit im Stadtrat als zögerlich, wenn es um grundlegende Entscheidungen zum Radverkehr geht,“ kritisiert deren Sprecherin Maren Kamrad. Die Initiative befürchtet, dass Radfahrer wieder auf den St.-Nimmerleinstag vertröstet werden. „Wann ein konkretes Radwegekonzept vorliegen wird, bleibt unbestimmt.“

Das beschlossene Maßnahmenpaket auf Antrag von CDU/Grüne, das kurzfristige Verbesserungen vorsieht, zeige in keiner Weise auf, wie ein zusammenhängendes Radwegnetz aussehen könnte, welches den FahrradfahrerInnen in Kaarst eine echte Alternative zum Auto bieten, sagt Maren Kamrad.

Für die Initiative sei diese Entscheidung ein weiterer Beweis dafür, dass sich in Kaarst für FahrradfahrerInnen grundlegend etwas ändern müsse und sich die Bürgerinnen und Bürger nicht allein auf die Parteien verlassen können. Deshalb werde man den Radentscheid vorantreiben. „In unserem Radentscheid, der momentan der Verwaltung vorliegt, schlagen wir konkrete Maßnahmen in einem umfassenden Radwegekonzept vor. Wenn der Rat unser Papier nicht bewilligt, werden wir im Sommer mit der Unterschriftensammlung beginnen“, so Maren Kamrad.