Kaarster Grüne beantragen Beitritt zum WHO Netzwerk für altersfreundliche Städte. Kaarst– eine Age-friendly City? Die Begründung liefern die Grünen in einer Pressemitteilung:

Zwar ist Kaarst eine sehr altersfreundliche Stadt mit hoher Lebensqualität für Senioren, aber eine internationale Plattform mit regem Erfahrungsaustausch bietet immense Vorteile – letztendlich für alle Bevölkerungsgruppen. Das Globale Netzwerk der WHO wurde 2010 gegründet. Jede Stadt und Gemeinde kann beitreten und verpflichtet sich damit, den

Bedürfnissen älterer Menschen erhöhte Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Aktuell sind 1000 Städte und Gemeinden in 41 Ländern im Netzwerk. Kanada sogar als ganze Nation.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Schaffung eines weltweiten Netzwerkes für die Städte und Gemeinden die eine altersfreundliche Gestaltung verwirklichen wollen. Weltweiter Austausch von Beispielen aus der Praxis: Aus Erfahrung voneinander lernen ist das Grundmotto. In einer Datenbank werden, für jeden einsehbar, konkrete Maßnahmen vorgestellt. Die Mitgliederstädte selbst laden ihre Projekte und Ideen hoch. Die Teilnahme erfordert die Verpflichtung, „Zeit und Ressourcen in die Entwicklung eines altersfreundlichen Umfeldes zu investieren und Erfahrungen und Erfolge mit anderen Mitgliedern des Netzwerks zu teilen“. Mitgliedsbeiträge gibt es nicht.

In Europa sind bereits über 100 Städte unterschiedlicher Größe dem WHO-Netzwerk beigetreten, in Deutschland ist das Interesse leider noch gering. Bis jetzt ist nur die Stadt Radevormwald Mitglied. Hamburg und Münster haben allerdings schon Anträge gestellt. Die Grüne Bundestagfraktion plant für 2021 eine deutschsprachige Plattform im AfC-Netzwerk der WHO zu beantragen. Vielleicht wäre das eine Erleichterung zum Einstieg für einige Städte, so die Grünen.