Die Initiative „Kaarster for Future“ begrüßt den Entwurf des Fahrradkonzepts, den das Ingenieurbüro Runge im Mobilitätsausschuss vorgestellt hat. In einer Stellungnahme zu den Plänen heißt es: „Dessen Umsetzung kann zu einer durchgreifenden Verbesserung der unbefriedigenden Situation der Radfahrer*innen in Kaarst führen.“ Eine Stärkung des Radverkehrs entspreche dem Bedürfnis vieler Menschen in Kaarst, wie der Erfolg des Radentscheids zeige. Kaarster for Future begrüßt, dass sich die konkreten Vorschläge auf die Verbesserung der innerstädtischen Hauptverbindungen in den Kaarster Ortsteilen konzentrieren. Damit könne die Attraktivität des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel gestärkt werden.

Zugleich sei die Stärkung des Radverkehrs die einzige Möglichkeit, um die hohen Emissionen durch den klimaschädlichen Autoverkehr zu reduzieren. Um in etwa zwanzig Jahren klimaneutral zu sein, brauchen wir jetzt eine deutliche Reduzierung des Autoverkehrs und die Stärkung des Fahrrads, argumentiert die Klima-Initative.

Allerdings sei man nach der Diskussion im Mobilitätsausschuss in Sorge, dass das Konzept erneut zerredet, verwässert und auf den St-Nimmerleinstag verschoben werde, meint der Sprecher der Initiative, Werner Kindsmüller. „Auch in der Vergangenheit gab es gute Fahrradkonzepte, wenngleich keines so durchdacht war, wie das vorliegende. Sie sind immer am mangelnden politischen Willen und den Beharrungskräften in der Verwaltung gescheitert.“ Ohne einen verbindlichen Umsetzungs- und Finanzierungsplan drohe dem Runge-Konzept das gleiche Schicksal. „Nur wenn der Stadtrat das Konzept nicht weichspült und neben dem vorgelegten Radverkehrskonzept zugleich einen konkreten Umsetzungsplan und die dafür erforderlichen Finanzmittel beschließt, kann die Situation für Radfahrer*innen in den nächsten Jahren verbessert werden. Besteht dieser Wille nicht, werden wir durch einen Radentscheid im Frühjahr eine Verbesserung durchsetzen, die dann verbindlich sein wird,“ kündigte Kindsmüller an.