Sie ist mit Horst Schleberger die Gründerin der „Senioren Initiative Kaarst e.V.“ – einer privaten Organisation, die sich die Unterstützung und Beratung der Senioren in Kaarst zur Aufgabe gemacht hat: Sabine Richterich (62 Jahre) wurde im Sauerland geboren, zog 1984 für einen Job bei einem amerikanischen IT-Unternehmen nach Düsseldorf und später nach Ratingen. 1990 zog sie zu ihrem Mann nach Kaarst und arbeitet seit 2004 als selbstständige Computer- und Internet-Beraterin für Senioren und Frauen.

„Ich bin gerne für Menschen da, war zum Beispiel früher schon Klassensprecherin“, beschreibt sie, warum sie sich ehrenamtlich engagiert – und zwar mehrfach: 2004 hat sie begonnen, zusammen mit Schleberger im damaligen „Haus der Senioren“ PC-Kurse für ältere Menschen im Auftrag der ev. Kirche durchzuführen. Die Fähigkeit, digitale Kommunikation zu nutzen und die Digitalisierung zu beherrschen, sei für die heutige ältere Generation sehr wichtig, hat sie beobachtet: „Es gibt riesiges Interesse an Smartphones oder Tablets. Ich habe zum Beispiel eine ältere Dame unterrichtet, damit sie mit ihrem Sohn auf Ibiza sprechen kann.“ Die Kurse finden heute in der Johanneskirche in Büttgen statt.

KÜMMERER FÜR SENIOREN

Ein Bürgerbegehren zur Einrichtung eines Seniorenbeirats scheiterte aus formalen Gründen, aber: Daraus resultierte 2010 die Gründung der Senioren Initiative, die bis heute auf rund 200 Mitglieder angewachsen ist. „Wir sind die Kümmerer für Senioren, wenn sie Probleme haben“, beschreibt sie. Auch bei Kaarst total oder bei den Kaarster Sternstunden war Sabine Richterich regelmäßig aktiv.

Zu den Projekten der Initiative gehört eine Holzwerkstatt, in der kleinere Reparaturen ehrenamtlich durchgeführt werden. Ganz neu sind regelmäßige Info-Frühstücke für ältere Kaarster/-innen zu verschiedenen Themen: Pflege, digitaler Nachlass, Patientenverfügung… oder die einmal wöchentliche stattfindende Acryl-Malwerkstatt. Seit das Haus der Senioren 2019 aufgegeben wurde, sucht die Senioren Initiative einen neuen Raum, um eine ständige Anlaufstelle zu haben. Für Fragen, Ideen etc. ist die Initiative derzeit telefonisch gut zu erreichen: Tel.: 02131 / 538 54 56.