Ab dem 1. Januar 2021 übernimmt Bürgermeisterin Ursula Baum die Zuständigkeit für die städtische Wirtschaftsförderung. Foto: Stadt Kaarst

Bürgermeisterin Ursula Baum holt die städtische Wirtschaftsförderung ab dem 1. Januar 2021 in ihre Zuständigkeit. „Ich habe im Wahlkampf immer gesagt, dass die Wifö nach meinem Verständnis Chefsache sein sollte. Dies setze ich nun um und möchte gemeinsam mit den Kollegen unsere gemeinsamen Ziele erreichen“, sagte Baum gestern im Rathaus, nachdem sie die Organisationsveränderung dem Personalrat zur Kenntnis gegeben hatte. Vor allem bei der Entwicklung der Gewerbegebiete Kaarst-Ost und Kaarster Kreuz will die Bürgermeisterin mehr Tempo machen. Zudem soll die Wirtschaftsförderung als „One- Stop-Agency“ fungieren.

Axel Süßbrich, seit vier Monaten Leiter des Bereichs Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, kommt wie Ursula Baum aus der freien Wirtschaft. Er hat den Dienstleistungsgedanken hinter der Neuausrichtung fest verinnerlicht: „Wir wollen künftig als einziger Ansprechpartner für Unternehmen fungieren. Bei Anfragen und Problemen lotsen wir die Unternehmen durch die Behörde. Dies setzt auch intern ein Umdenken und organisatorische Veränderungen voraus. Daran werden wir arbeiten.“

Eine verbesserte Kommunikation mit den Kaarster Unternehmen ist ein weiteres Ziel der Wirtschaftsförderung. „Wir werden Formate wie den Wirtschaftstreff wieder einführen“; verspricht Ursula Baum: „Denn wir brauchen diese Plattformen um mit der Kaarster Wirtschaft im Dialog zu bleiben.“

Kurzfristig ist dieser Dialog jedoch vor allem digital und dient der Bewältigung der Corona-Krise. Im neuen wöchentlichen Newsletter der Wifö werden beispielsweise neue Fördermöglichkeiten vorgestellt. In der aktuellen Ausgabe bewirbt die Wifö zudem ein digitales Beratungsangebot: „Wir haben die Kaarster Steuerberater Holler, Kippes und Partner für eine Zoom-Konferenz gewinnen können. Dort sollen alle Fragen hinsichtlich der Antragsstellung auf Fördermittel aus den Corona-Hilfsfonds beantwortet werden“, sagt Süßbrich.

Bürgermeisterin Ursula Baum sieht darin einen Beleg für das Funktionieren des Kaarster Netzwerkes: „Wir haben tolle Unternehmen bei uns. Wenn wir die Kräfte bündeln, dann entsteht daraus ein Mehrwert für alle. Genau da wollen wir ansetzen. Gemeinsam bringen wir die Kaarster Wirtschaft durch die Krise.“