…nein, nicht aus dem Fenster kletterte und verschwand, sondern aus Oberhausen kam, um in Kaarst das Algarve-Bad zu errichten. Der am 12. März 1920 in Hattingen an der Ruhr geborene Karl Kehrmann hat ein bewegtes Leben. Er wuchs in Wesermünde auf, meldete sich 1939 freiwillig zur Wehrmacht und war nach seiner Rückkehr aus dem Krieg in vielen verschiedenen Berufen tätig, wie es seinerzeit nicht ungewöhnlich war.

1950 gründete er in Oberhausen ein Recycling-Unternehmen, das sich auf die Aufbereitung von Industrieabfällen spezialisierte; damals ein erfolgversprechender Industriezweig. Und so sollte es kommen: Schnell erzielte das Unternehmen auch internationale Erfolge und 1974 konnte der erfolgreiche Geschäftsmann den Gebäudekomplex an der Gümpges-Brücke aus einer Insolvenzmasse erwerben.

GESPÜR FÜR EINEN TREND

Ein Konzept für den ebenfalls erfolgversprechenden Trend nach Ruhe und Entspannung war schnell gefunden und im Erdgeschoss und Keller wurde eine Sauna- und Wellnessoase errichtet; der Name wurde von Karl Kehrmanns Lieblingsurlaubsort, der Algarve in Portugal, her- geleitet. Auch hier hatte der kluge Kaufmann eine glückliche Hand: Nachdem sich die Menschen im Rhein-Kreis Neuss davon überzeugt hatten, dass der „Sauna-Club“ durch und durch seriös war, stellte sich schnell Erfolg ein. Und so konnte er bald das hinter dem Haupthaus liegende Areal erwerben, auf dem ein großzügiges Gebäude mit drei Saunen und einem Dampfbad entstand.

Eine weitere Expansion erfolgte mit einem Gebäudekomplex, der neben einem großen Ruheraum auch die größte Infrarot-Tiefensauna Deutschlands beherbergte. Mit Whirlpool, Schwimmbad und Verbindung zum großzügigen Outdoor-Pool mit verschiedenen Massagedüsen wurde eine einzigartige Erholungslandschaft geschaffen. Heute erstreckt sich der gesamte Bereich über 7000 qm.

Karl Kehrmann hat fünf Kinder und sieben Enkelkinder, die ihm wahrscheinlich bald sogar Urenkel schenken werden. Immer noch ist er täglich in der Anlage, nimmt am Leben seiner Mitarbeiter rege teil und verbringt viele Stunden in seinem Büro. Langeweile kennt er nicht! „Der Nachteil an meinem Alter ist in erster Linie, dass so viele Freunde und Weggefährten nicht mehr da sind“, sinniert der fast Hundertjährige!

Wie recht er hat; woran mag das wohl liegen?!


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