Die Initiatoren des Kaarster Radentscheids werden am Samstag, den 29. Mai mit einer Rad-Demo auf die Notwendigkeit für mehr und sichere Radwege in Kaarst hinweisen. Der Demonstrationszug startet um 11.00 Uhr gegenüber dem Rathaus in Kaarst und führt durch die Stadt und nach Holzbüttgen. Für die Teilnehmer gelten aufgrund der Corona-Bestimmungen das Tragen von Mund- und Nasenschutz sowie das Abstandsgebot.

„Immer mehr Menschen in Kaarst nutzen das Fahrrad als klima- und gesundheitsfreundliche Alternative zum Auto,“ so der Sprecher von Kaarster for Future, Werner Kindsmüller. Allerdings sei der Ausbau von sicheren Radwegen in der Vergangenheit sträflich vernachlässigt worden. Deshalb müssten die Interessen der Radfahrer in den nächsten Jahren stärker berücksichtigt werden. Am 2. Juni werden die Initiatoren der Bürgermeisterin den Antrag auf einen Radentscheid überreichen. Darin wird der Ausbau der Radwege in der Stadt gefordert. Der Antrag sieht an 35 Stellen konkrete Verbesserungen für den Radverkehr vor, wie die Einrichtung von Schutzstreifen für Radfahrer, Überwegsicherungen und die Verbreiterung von Radwegen. Ein wichtiges Ziel ist die Erhöhung der Sicherheit durch Änderung der Verkehrsführung für Radfahrer. „Gefährdungen durch abbiegende Autos könnten verhindert werden, wenn geradeaus fahrender Radverkehr vorfahrtsberechtigt wird,“ so Kindsmüller. Eine weitere Forderung richtet sich nach mehr Fahrradstellplätzen.

Sofern der Stadtrat bei seiner Sitzung am 24. Juni den Forderungen des Bürgerantrags nicht zustimmt, werden die Initiatoren ab 1. Juli Unterschriften sammeln. Zum Erfolg sind ca. 2.500 Unterstützer notwendig. Kindsmüller ist zuversichtlich, diese Zahl „in kürzester Zeit“ erreichen zu können. Die Bestimmungen sehen vor, dass sich der Rat dann erneut mit dem Anliegen befassen muss. Lehnt er es erneut ab, kommt es zu einem Bürgerentscheid.