Die Kaarster Grünen hatten sich Anfang April mit einem Schreiben an NRW- Verkehrsminister Wüst (CDU) gewandt, um den Sachstand einer möglichen Sanierung des Radwegs entlang der L 390 in Erfahrung zu bringen. Das Ministerium teilt nun mit, man prüfe zur Zeit, ob im Jahr 2021 eine Teilsanierung, überdies unter Finanzvorbehalt, möglich sei. Darüber hinaus betont er noch einmal, dass eine Sanierung im Jahr 2020 möglich gewesen wäre, die Stadt Kaarst dies jedoch (im Stadtrat durch CDU und FDP) abgelehnt habe. Zwischenzeitlich hatte die stellvertretende Bürgermeisterin Uschi Baum verkündet, eine Sanierung des Radweges im kommenden Jahr sei sicher, dies stellt sich nun aber als Fake News heraus.

Nina Lennhof, Bürgermeisterkandidatin der Grünen erklärt:

„Es ist eine herbe Enttäuschung für die Radfahrer in Kaarst, dass das Land nicht verbindlich zusagen kann, wann der Radweg endlich saniert wird. Noch bitterer ist dies vor dem Hintergrund, dass die Stadt die Chance gehabt hätte, in diesem Jahr die Sanierung durchzuführen und sich die Kosten vom Land erstatten zu lassen. Wir werden uns weiterhin für die Sanierung des Radwegs entlang der L 390 einsetzen und Druck machen. Die Ausbesserungsmaßnahmen durch den Landesbetrieb Straßen.NRW sind ein schlechter Scherz, hier verlangen wir eine umgehende Nachbesserung und Herstellung der Verkehrssicherheit.“

Christian Gaumitz, Planungsausschussvorsitzender erklärt:

„Es ist wirklich befremdlich, wenn die stellvertretende Bürgermeisterin Uschi Baum öffentlich suggeriert, der Radweg entlang der L 390 werde saniert und gleichzeitig kommt vom zuständigen Ministerium eine ausweichende Antwort. Der Verwaltung liegen dazu auch keine neuen Informationen vor. Das zeigt den Stellenwert des Radverkehrs: für eine schnelle Meldung reicht es, für ernsthaftes Engagement ist das Thema dann wohl doch zu komplex für Frau Baum.“