Ein Bild des Stadtwerke-Geschäftsführers Stefan Meuser.

Die Kaarster Stadtwerke wollen den Kunden des Versorgers gas.de kurzfristig helfen. Die gas.de Versorgungsgesellschaft mbH hatte mitgeteilt, zum 2. Dezember die Gaslieferungen an ihre Kunden einzustellen. Davon sind auch 321 Haushalte in Kaarst betroffen. „Ihnen wollen wir schnell eine Lösung anbieten“, sagt Stefan Meuser, Geschäftsführer der Stadtwerke Kaarst. Viele dieser Kunden werden automatisch seit dem 3. Dezember von den Stadtwerken über die Grundversorgung mit Gas beliefert. „Diese Grundversorgung ist jedoch deutlich teurer als ein normaler Tarif. Uns geht es darum, die Menschen möglichst schnell aus der Grundversorgung herauszuholen, um die finanzielle Belastung so gering wie möglich zu halten“, sagt Meuser: „Wir werden nicht alle 321 Haushalte erreichen. Aber wie wir der aktuellen Berichterstattung entnehmen können, gibt es Kunden, die nun existenzielle Sorgen haben. Ich empfehle in diesen Fällen, mit unserem Kundenbüro Kontakt aufzunehmen, um nach einer individuellen Lösung zu suchen.“ 

Der Stadtwerke-Geschäftsführer macht in diesem Zusammenhang allerdings auf die weiterhin schwierige Gesamtsituation auf dem Energiemarkt aufmerksam: „Die Pleite von gas.de kommt ja nicht von ungefähr. Seit dem Sommer sind die Beschaffungskosten für Erdgas um rund 140 Prozent gestiegen. Die Nachfrage ist sehr hoch, gleichzeitig wird im kommenden Jahr der CO2– Preis von 25 Euro pro Tonne auf 30 Euro erhöht. Für unsere Kunden fällt der Preisanstieg trotz der Turbulenzen an den Handelsbörsen durch eine langfristige Planung unserer Gaseinkäufe moderat aus. Aber man muss festhalten, dass wir uns weiterhin in einer Hochpreis-Phase befinden. Umso wichtiger ist es aus Kundensicht, eine verlässliche Vertragssituation zu schaffen.“