Skandinavien

In den skandinavischen Ländern heißt Weihnachten „Julfest“. Das wiederum hat heidnische Wurzeln: Es war eine altgermanische Allerseelenfeier zu Ehren Wodans. Der soll in den zwölf Nächten zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar mit seiner Frau Berchtha auf einem achtbeinigen Pferd durch die Luft preschen. In dieser Zeit der „Zwölfnächte“ wurde ein lang brennender Eichenklotz, dass „Julscheit“ im Kamin verkohlt, um das Haus vor den beiden Göttern zu schützen. Danach wurde die Asche auf den Feldern verteilt, um sie fruchtbar zu machen.

Frankreich

Die französischen Kinder werden schneller mit Geschenken bedient als die anderen:  Für sie gibt es zum ersten Mal Pakete schon am 6. Dezember, dann bringt sie nämlich der Nikolaus. An Heiligabend wird geschlemmt: Es gibt Austern, Schnecken, Gänsebraten oder Truthahn mit Kastanienfüllung, dazu eine Käseplatte und verschiedene Desserts. Am 25. Dezember ist dann der Weihnachtsmann da – er heißt Père Noel.

Brasilien

In Brasilien gibt es ein buntes Gemisch verschiedener Traditionen: Papai Noel wohnt der Legende nach in Grönland, die Dekorationen bestehen aus frischen Blumen. Trotz des warmen Wetters – in Brasilien ist zu Weihnachten Hochsommer – gibt es ein üppiges Essen: Truthahn, Schinken, Reis, Gemüse und Früchte.

Mexiko

Die Mexikaner feiern schon am Sonntag vor Weihnachten zum ersten Mal – die Ankunft von Maria und Josef in Bethlehem. Am Heiligabend oder am 1. Weihnachtstag werden die Geschenke geöffnet und es gibt das traditionelle Weihnachtsessen: Truthahn mit einer Cranberry-Chili-Sauce, Kartoffelpüree, Gemüse, Truthahnsuppe und Fisch.

Österreich

In Christkindl (Oberösterreich) düst der Weihnachtsmann nicht mit Schlitten und Rentieren durch den Himmel: Er fährt gemütlich durch die Wolken, denn er tritt mit einem Heißluftballon in Erscheinung. Feuchter geht es in St. Nikolaus an der Donau zu. Dort legt der heilige Nikolaus mit einem Dampfer an und lädt zur Rundfahrt mit Märchen ein.

Am 24. Dezember wird die Bescherung traditionell mit dem österreichischen Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ eingeleitet.

Griechenland

In Griechenland ist die Bescherung dagegen erst am 1. Januar: Dann bringt sie „Agios Vasilis“, der Heilige des Lernens. Die Griechen feiern im größeren Kreis mit Familie und Freunden.

Philippinen

Auf den Philippinen beginnt die Weihnachtszeit schon am 16. Dezember, das eigentliche Weihnachtsfest mit der Mitternachtsmesse am 25. Dezember. Danach gibt es ein Buffet mit Hühner-Reis-Suppe, Frühlingsrollen, gefülltem Fisch, Schinken, Nudelgerichten und Früchten. Die Geschenke bekommen die Kinder von Oma und Opa und der 26. Dezember ist Familienbesuchen vorbehalten.

Irland

Traditionelles Weihnachtsessen der Iren ist der Plumpudding, der schon im Oktober hergestellt wird, damit er gut durchzieht. Die Haustüren werden im Dezember mit Kränzen und Mistelzweigen geschmückt. An Heiligabend hängen die Kinder die Weihnachtsstrümpfe auf, die „Father Christmas“ füllt. Dann leitet die Mitternachtsmesse die Feiern ein, am 25. Dezember werden morgens die Geschenke ausgepackt.